Häufig gestellte Fragen über die Fliegerei
Hier möchten wir eine kleine Sammlung von Antworten auf Fragen veröffentlichen, die oft gestellt werden.
Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, oder wenn Sie mehr wissen wollen, kontaktieren Sie uns.
Wir werden alle Ihre Fragen beantworten.
Rundfüge
Wie sicher sind Kleinflugzeuge?
Fliegen ist immer deutlich sicherer als Auto fahren. Die Statistiken zeigen, dass jedem Unfall in der Fliegerei mindestens 1000 Autounfälle gegenüberstehen.
Ultraleichtflugzeuge sind übrigens genauso sicher wie größere Maschinen und sind in Deutschland sogar gesetzlich mit einem Gesamtrettungssystem (also einem großen Fallschirm, der die Maschine zum Boden bringt) ausgerüstet.
Außerdem (und das gilt für alle Maschinentypen!) sind alle Piloten gesetzlich verpflichtet, vor jedem Flug eine Vorflugkontrolle nach Checkliste durchzuführen, um bestimmte technische Fehler von vorn herein auszuschließen.
Ultraleichtflugzeuge werden alle 100 Stunden von einem Fachmann geprüft und jedes Jahr wird noch eine Jahresnachprüfung gemacht.
Kleinflugzeuge der Echo-Klasse werden sogar alle 50 Stunden von zugelassenen LTBs kontrolliert und gewartet.
Lassen Sie also die Sorgen am Boden. Fliegen ist sicher!
Wie viele Personen können in einem Kleinflugzeug mitfliegen?
Das ist unterschiedlich, je nach Maschinentyp.
Bei einem Rundflug mit einem Ultraleichtflugzeug kann nur ein Passagier mitgenommen werden, denn die Maschinen haben maximal nur zwei Sitze.
Wir haben aber auch viersitzige Maschinen, so dass man zu dritt (ein Platz ist natürlich für den Piloten!) fliegen kann.
Gibt es feste Routen oder kann ich z.B.: über mein Haus fliegen?
Anders als die Linienverkehrsflugzeuge haben die kleine Maschinen keine feste Routen.
Prinzipiell darf man also überall fliegen, wo man will, natürlich auch über das Haus, in dem man wohnt.
Wenn der Ort in einer Kontrollzone liegt und/oder genau an einem stark frequentierten Punkt, kann es aber sein, dass die Fluglotsen keinen Vollkreis über dem Haus erlauben.
Dazu gibt es in Deutschland auch einige Sperrgebiete, wo man überhaupt nicht fliegen darf. Diese sind in den Luftfahrtkarten ausgewiesen und müssen beachtet werden.
Dürfen auch Kinder mitfliegen?
Selbstverständlich! Es gibt kein Mindestalter für die Rundflüge. Wenn das Kind allerdings so klein ist, dass es nicht aus dem Fenster schauen kann, hat es vermutlich nichts von dem Flug und langweilt sich...
Ich habe Angst vorm Fliegen. Was machen wir, wenn ich während des Fluges eine Panikattacke bekomme?
Sie können bereits am Boden vor dem Einsteigen mit dem Pilot sprechen und ihm Fragen stellen, und darauf hinweisen, dass Sie unsicher sind.
Sie werden in einem solchen Fall gleich neben dem Piloten platziert. Er wird ihnen jede Phase des Fluges erklären und Sie können mit ihm sprechen. Das hilft gegen Flugangst!
Sollte Ihnen das alles aber nicht helfen, kann man den Flug abbrechen und innerhalb weniger Minuten wieder landen. Wir empfehlen Ihnen, an einem Training gegen Flugangst teilzunehmen.
Kann man auch längere Strecken fliegen?
Wollen Sie eine Strecke fliegen, die über die "normale" Länge geht, ist es auch kein Problem!
Sprechen Sie uns an, wir werden Sie beraten!
Ist ein Rundflug auch ins Ausland (Tschechien, Polen) möglich?
Natürlich! Allerdings sind die Kosten individuell und wir können keine feste Preise definieren.
Am besten kontaktieren Sie uns, damit wir gemeinsam Ihr Flug planen können.
Wie viel kostet ein Rundflug?
Schauen Sie auf unsere Seite mit den Preisen für die Rundflüge.
Was passiert, wenn am Flugtag das Wetter zu schlecht ist?
Der Pilot entscheidet jedesmal am Flugtag, ob der Flug wettertechnisch überhaupt möglich ist.
Sollte das nicht der Fall sein, wird er mit Ihnen einen Ersatztermin vereinbaren.
Ihr Gutschein, den Sie uns am Flugtag bitte mitbringen, bleibt weiterhin gültig, bis Ihr Flug auch wirklich stattgefunden hat.
Ausbildung
Fliegen ist nur etwas für reiche Leute!
Die Ausbildung als Hobby-Pilot ist nicht so teuer, wie viele denken! Die Lizenz als UL-Pilot kostet ungefähr 5000 €, PPL-A (für viersitzige Maschinen) ungefähr 9000 €.
Natürlich kann der Preis etwas variieren, denn jeder lernt mit seiner Geschwindigkeit, aber es ist wirklich für fast alle machbar! Die Kosten werden nicht insgesamt und auf einmal fällig, sondern werden über die gesamte Ausbildungszeit in Raten gezahlt.
Viele Urlaube kosten deutlich mehr...
Auch das Fliegen an sich ist nicht so teuer. Bereits für 96 € pro Stunde kann man eine zweisitzige Maschine chartern und durch die Gegend fliegen...
Muss ich sehr viele Stunden fliegen, um die Lizenz gültig zu halten?
Um die Lizenz gültig zu halten, muss man 12 Flugstunden (mindestens eine Stunde davon in Begleitung eines Fluglehrers) in den letzten 24 Monaten nachweisen. Das ergibt einen Durchschnitt von 30 Minuten pro Monat!
Wer so wenig fliegt, kann selbstverständlich auch keinen hohen Übungsstand halten. Daher wird empfohlen, etwas mehr zu fliegen oder wenigstens häufiger in Begleitung eines erfahreneren Piloten oder eines Fluglehrers zu fliegen.
Soll ich nach der Ausbildung ein eigenes Flugzeug kaufen?
Dafür gibt es die Vercharterer, so wie es auch Autovermietungen gibt.
Nur ganz wenige Piloten entscheiden sich, ein eigenes Flugzeug zu kaufen. Es ist auch nicht nur eine Frage des Geldes, sondern des ganzen organisatorischen Aufwandes, den man für alle Nachprüfungen hat.
Es kostet viel weniger Zeit und Geld, bei uns einfach eine Maschine für die Flüge zu chartern.
Man zahlt nur die Flugzeit, selbst wenn man zwei Wochen lang unterwegs ist!
Wir sorgen dafür, dass die Maschinen immer im besten Zustand sind und alle Nachprüfungen bekommen haben.
Was ist der Unterschied zwischen Ultraleichtflugzeuge und "echten Flugzeugen"?
Obwohl Ultraleichtflugzeuge in Deutschland nicht als "Flugzeuge" definiert werden, sondern als "Luftsportgeräte", sind diese Maschinen inzwischen sehr oft genauso leistungsstark (wenn nicht sogar stärker) als die bekannten Flugzeugtypen (Cessna, Piper usw.).
Der große Unterschied ist, dass Ultraleichtflugzeuge maximal zweisitzig sind, der Pilot kann also nur einen Passagier bei sich haben.
Außerdem haben ULs eine kleinere Gesamtstartmasse (MTOW) und dürfen weder nachts noch nach Instrumentenflugregeln fliegen.
Wie schnell und wie hoch können diese Maschinen fliegen?
Das ist sehr unterschiedlich:
Die Spanne geht von den 130-150 km/h eines Ultraleichtflugzeuges bis zu den 160-180 km/h einer viersitzigen Cessna, allerdings gibt es auch Modelle, die bis 300 km/h fliegen können.
Alle diese Maschinen (sowohl Ultraleichtflugzeuge als auch die Flugzeuge der Echo-Klasse) dürfen mit Transponder maximal bis FL95 (= 9500 Fuß über Meeresspiegel, das sind ca. 2900 Meter) aufsteigen. Im Alpengebiet ist diese Höhe auf FL130 (= 13000 Fuß über Meeresspiegel, ca. 3900 Meter) aufgestockt. Allerdings braucht man in diesem Fall eine Sauerstoffmaske!
Normalerweise sind wir in einer Höhe zwischen 1500 ft und 4000 ft unterwegs. Man will ja am Boden auch etwas sehen...
Darf man auch im Winter fliegen?
Natürlich! Das ist sogar die beste Zeit zum Fliegen!
In Winter, wenn das Wetter gut ist, ist die Luft meistens sehr ruhig, außerdem ist kalte Luft dichter und trägt besser. Aus demselben Grund arbeitet der Motor auch besser und ist damit auch leistungsstärker.
Und: alle diese Maschinen haben eine Kabinenheizung!
Manchmal ist der Wind stark. Was macht man dann?
Das Problem betrifft nicht nur die kleine Fliegerei, sondern im Allgemeinen alle Flugzeuge.
Ab einer bestimmte Windstärke (natürlich sehr abhängig vom Maschinentyp) wirken die Ruder nicht mehr, und außerdem ist es auch möglich, dass sie brechen.
Das Betriebshandbuch gibt für jede Maschine die maximale Windstärke in verschiedenen Situationen an, in denen die Maschine fliegen darf.
Natürlich bedeutet es nicht, dass man bedenkenlos fliegen darf, wenn der Wind unterhalb der maximalen Stärke liegt.
Der Pilot muss anhand seiner Erfahrung und der Wetterprognosen immer entscheiden, ob der Flug möglich ist oder nicht.
Was passiert bei einem Motorausfall?
Ganz einfach: Man gleitet bis zum Boden! Motorausfall ist eines der Ausbildungselemente, das am häufigsten trainiert wird , so dass der Pilot hierauf vorbereitet ist.
Nicht nur Segelflugzeuge sondern auch die großen Passagierflugzeuge können bei einem Triebwerksausfall gleiten. Hierbei spielt die Höhe eine große Rolle, denn je höher man fliegt, desto mehr Spielraum hat man, eine passende Landefläche zu finden, die für ein kleines Flugzeug auch eine 300 Meter lange Wiese sein kann.
Außerdem gibt es in Deutschland fast 800 Flugplätze und Flughäfen, auf denen man bei Problemen landen kann.
Darf ich Passagiere mitnehmen?
Natürlich! PPL-Piloten dürfen das bereits nach Scheinerhalt, Ultraleichtpiloten brauchen dafür eine Passagierflugberechtigung, die man mit insgesamt 5 Flügen nach Erhalt der Lizenz erwerben kann (mindestens zwei davon über eine Strecke von je mindestens 200 km und in Begleitung eines Lehrers).
Darf man mit diesen Maschinen auch ins Ausland fliegen?
Selbstverständlich! Dafür braucht der Pilot allerdings eine spezielle Englischprüfung, damit er die Berechtigung bekommt, in englischer Sprache zu funken.
Ultraleichtpiloten müssen allerdings unbedingt beachten, dass die Ultraleichtfliegerei international nicht gleich geregelt ist, also jedes Land entscheidet für sich selbst, ob und wie die ULs in dem Land fliegen dürfen.
Die meisten europäischen Länder haben allerdings keine großen Unterschiede bei ihren Regelungen.
Darf ich auch auf großen Flughäfen landen bzw. über große Städte wie Dresden oder Berlin fliegen?
Prinzipiell ja, allerdings braucht der Pilot dafür eine zusätzliche Funkberechtigung.
Der Durchflug einer Kontrollzone, die es immer um große Flughäfen gibt, ist meistens nicht schwierig.
Eine Landung, insbesondere mit Ultraleichtflugzeugen, wird allerdings von den Lotsen nicht immer so gern gesehen. Obwohl es nicht verboten ist, kann sie sehr teuer sein.
Über Dresden fliegen und in Dresden landen ist allerdings kein Problem.
Wie schwer ist die Ausbildung?
Nicht schwerer als die Ausbildung für den Führerschein...
PPL-Piloten müssen 100 Theoriestunden à 45 Minuten lernen und mindestens 45 Flugstunden absolvieren, mindestens 10 davon im Alleinflug.
Ultraleichtpiloten haben etwas leichter, mit nur 60 Theoriestunden à 45 Minuten und mindestens 30 Flugstunden, mindestens 5 davon im Alleinflug.
Schwer ist nicht das Fliegen an sich, sondern die Landung, die meistens gut drei Viertel der Ausbildung braucht.
Mehr dazu auf der Seite über die Ausbildung.
Ich bin vermutlich zu alt...
Man ist nie zu alt, um was Neues zu lernen! Ältere Flugschüler profitieren bei der theoretischen Ausbildung von ihrer Lebenserfahrung. Sie sind beim Fliegen sehr korrekt und immer bemüht, alle Parameter genau einzuhalten.
Allerdings ist es so, dass ältere Menschen oft länger brauchen, um die Landetechnik zu beherrschen. Hier braucht es etwas mehr Ruhe und Geduld.
Aber eine richtige Altersgrenze zum Fliegen gibt es nicht!
Mein Englisch ist sehr schlecht. Ich werde nie funken können...
Solange Sie in Deutschland oder Österreich bleiben, ist es gar kein Problem!
Man darf den Funkverkehr in englischer Sprache oder in der Landessprache durchführen, und der Pilot entscheidet, welche Sprache er nutzen will.
Ich trage eine Brille. Darf ich trotzdem fliegen?
Natürlich! Brille zu tragen, ist kein Grund, die medizinische Prüfung nicht bestehen zu können.
Solange der Pilot mit der Brille in der Lage ist, die Umgebung korrekt wahrzunehmen, ist es überhaupt kein Problem, allerdings haben Brillenträger die Pflicht, während des Fluges immer zwei Brillen griffbereit bei sich zu halten. Eine davon kann aber auch die Sonnenbrille (mit passender Stärke!) sein.
Seit April 2013 dürfen auch Personen fliegen, die keine räumliche Sicht (auch dreidimensionale Sicht oder binokuläre Sicht genannt) haben.
Sprechen Sie mit Ihrem Fliegerarzt, er wird Sie an einen authorisierten Augenarzt verweisen.


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